04.04.2014

Architekten aus Erfurt, Kassel und Berlin ausgezeichnet

Dagmar + Matthias Krieger Stiftung verleiht zum 5. Mal DMK Award für nachhaltiges Bauen


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Am 28.03.2014 war es soweit – im historischen Ambiente der Villa Rothschild, Königstein/Taunus verlieh die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung zum 5. Mal den DMK Award für nachhaltiges Bauen Hessen + Thüringen. Das Preisgeld in Höhe von jeweils 2.000 Euro ging an 3 Architekturbüros in den Kategorien Einfamilien-/Reihen-/Doppelhäuser, Mehrfamilienhäuser und öffentliche/gewerbliche Objekte. Überreicht wurden die Urkunden und Preise u.a. durch Ulrich Caspar, Mitglied des Hessischen Landtags; Verkehrs- und wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Er unterstrich in seinem Grußwort, dass die Landesregierung die Aktivitäten sowie das Engagement der DMK Stiftung und des Bauunternehmens Krieger + Schramm sehr begrüßt – er bedankte sich für den Einsatz auf dem Gebiet des nachhaltigen Bauens bei allen Teilnehmern und der Stiftung. Die Juryvorsitzende Caroline Arnold betonte in Ihrer Begrüßung, dass „ein sehr hoher Anteil der deutschen Bürger im Alter den Wunsch haben, so lang wie möglich eigen- und selbstständig in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Dies muss schon jetzt bei der Planung und Umsetzung beachtet werden.“ – auch dies zähle zur Nachhaltigkeit.

Architekturbüros waren aufgerufen sich mit ihren besonders nachhaltig geplanten und ausgeführten Projekten aus Hessen und Thüringen zu bewerben. Nach den Kriterien ökologische, ökonomische, soziokulturelle, technische und Prozessqualität wurden die eingereichten Bewerbungen bewertet. So einigten sich die Jurymitglieder Caroline Arnold (Vorsitzende der Jury, Geschäftsführerin ARC TEC GmbH und DGNB Auditorin), Peter Blaschke (Architekt, Bund deutscher Baumeister), Holger Schach (Regionalmanagement Nordhessen) und Andreas Lieberknecht (Rechtsanwalt, Verband baugewerblicher Unternehmer e.V. Hessen + Thüringen) sowie Matthias Krieger (stellv. Vorsitzender Dagmar + Matthias Krieger Stiftung; Bauunternehmung Krieger + Schramm) auf die Preisträger.

In der Kategorie EFH/RH/DH ging das Preisgeld von 2.000 Euro an die ADOBE Architekten aus Erfurt. Mit einem Einfamilienhaus in Nordhausen erreichten sie die Höchstpunktzahl bei den Bewertungskriterien. Neben dem Einsatz von verschiedenen erneuerbaren Energien, einem Gründach als Klimapuffer und dem Einsatz von FSC + PEFC zertifiziertem Holz aus Deutschland, konnte das auf einem Hanggrundstück gebaute Gebäude im Plusenergiestandard die Jury durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe und der optimale Einbindung in den Geländeverlauf überzeugen.

Die Baufrösche Architekten u. Stadtplaner GmbH konnte in der Kategorie Mehrfamilienhäuser die Konkurrenz hinter sich lassen. Mit dem Mutter-Kind-Haus der Waisenhaus Stiftung in Frankfurt zeigten die Architekten aus Kassel wie es im Geschosswohnungsbau gelingen kann, die Nachhaltigkeit mit Komfort und Funktionalität zu verbinden. Das Mutter-Kind-Haus bietet meist minderjährigen Schwangeren/Müttern und deren Kindern sozialpädagogische Unterstützung und eine Rund-um-Betreuung.

Das Verwaltungsgebäude der Wagner & Co. Solartechnik GmbH in Cölbe, geplant durch die Freitag Hartmann Sinz Architekten aus Berlin, hatte in der Kategorie öffentliche/gewerbliche Objekte die Nase vorn. Das Gebäude überzeugte die Jury nicht nur durch die kreisrunde Form, sondern durch gesamte, sehr gut durchdachte Konzept der Nachhaltigkeit und Energienutzung. So wird z.B. die Zuluft mittels direkter terminscher Grundwassernutzung über einen Wasser-Luft-Wärmetauscher im Winter vorgewärmt und im Sommer gekühlt. Auch der grundsätzliche Verzicht auf Verkleidungen und Putze sowie das speichernde Sichtmauerwerk als Innenwände ohne Verputz machten es der Jury leicht. Das Bürogebäude bietet entlang der Fassade auf zwei Geschossen 100 Arbeitsplätze und Besprechungsräume. Das 9 Meter hohe Atrium in der Mitte bietet Raum für Kommunikation und Begegnung.

Ein ganz besonderes Projekt wollte die Jury und die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung auch noch ehren: ENNO-NARTEN-BAU auf der Jugendburg Ludwigstein. Zwar konnte das Projekt die Kriterien der Jury nicht in vollem Umfang erfüllen, durfte sich aber über einen Scheck über 500 Euro sehr freuen. Selmar Sechtling, Burgbetriebsleiter, nahm den Scheck mit Freude entgegen und beschrieb kurz die Einrichtung, deren Mitarbeiter zum großen Teil Jugendliche sind und deren Aktivitäten. Mit ca. 5.000 freiwilligen Arbeitsstunden entstand 2010 – 2012 ein Strohballenhaus für Seminar- und Lernräume. Das Konzept fand so großen Zuspruch bei der Jury, so dass sich die Stiftung Jugendburg Ludwigstein über den Sonderpeis freuen darf.

Der DMK Award für nachhaltiges Bauen Hessen + Thüringen wird jährlich unter der Schirmherrschaft vom Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, verliehen. Im Anschluss an die feierliche Preisverleihung hatten die Gäste die Möglichkeit sich beim 2-Sterne-Dinner auszutauschen.

Die nächste Bewerbungsphase startet im Herbst 2014.

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