Auf das Gesamtkonzept kommt es an!

Gesundes Wohnen ist ein zentraler Bestandteil des Dynahaus-Konzepts. Peter Bachmann, Geschäftsführer des Sentinel Haus Instituts, erklärt die Zusammenhänge. 

Unsere Wohnungen und Häuser werden immer besser gedämmt, auch das Dynahaus. Sollte man da besonders auf gesundheitsgeprüfte Wohnmaterialien achten, um Schadstoffkonzentrationen zu vermeiden? Wenn ja, welche Bau- und Wohnstoffe sind besonders zu empfehlen?

Für das gesunde Wohnen relevant ist vor allem die Dichtung der Gebäudehülle, die meist mit einer Wärmedämmung einhergeht. Wo früher ungewollt und unkontrolliert durch Fugen und Ritzen gelüftet wurde, ist die Hülle eines Hauses heute nahezu luftdicht. Dadurch können sich Schadstoffe aus den verschiedensten Quellen in der Innenraumluft anreichern.

Wichtiger als Baustoffe aus natürlichen Materialien sind solche, die auf Schadstoffemissionen geprüft sind. Das gilt sowohl für „klassische“ Produkte als auch für solche aus nachwachsenden Rohstoffen. Denn: „Öko“ ist nicht automatisch gesund! In beiden Kategorien, die so heute sowieso nicht mehr gelten, gibt es gesundheitlich gute und schlechte Produkte. Zusätzlich sollte man auch Einrichtungsgegenstände und Reinigungsmittel genauer betrachten.

Dünsten eigentlich alle Materialien im Innenraum aus?

Mehr oder weniger ja. Es gibt allerdings große Unterschiede. Mineralische Produkte wie Putze oder mineralische Farben zum Beispiel haben eher geringe Emissionen. Lacke, Farben und Bauchemie, Bodenbeläge  können starke Schadstoffquellen sein, auch einzelne Holzwerkstoffe. Hier gibt es innerhalb der Produktgruppen große Unterschiede.

Auch mit Einrichtungsgegenständen und Reinigungsmitteln können viele Chemikalien in die Wohnung gelangen. Es kommt immer auf die Einzelbetrachtung an. Welcher Stoff wird wo in welchen Mengen verwendet und welche Schadstoffe gehen von ihm aus. Hier gibt es sehr viel Know-how und gute Empfehlungen, zum Beispiel vom Umweltbundesamt.

Warum hilft regelmäßiges Lüften nicht (mehr)?

Lüften hilft und ist notwendig! Gerade um vom Menschen produzierte „Schadstoffe“ wie Kohlendioxid (entsteht beim Atmen), Feuchte und Gerüche abzuführen. Auch der Gehalt von Schadstoffen aus Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen wird so reduziert. Allerdings oft nicht in dem Maße wie es nötig ist. Gerade bei den geringen Luftwechseln in energetisch hochwertigen Gebäuden ist es deshalb wichtig, Schadstoffeinträge aus Bauprodukten zu minimieren.
Zudem haben viele Menschen nicht die Zeit oder die Möglichkeit, um in der Heizperiode vier bis fünf Mal pro Tag kräftig durchzulüften. In diesem Fall, und für nach hohen energetischen Standards gebaute oder sanierte Gebäude, ist eine gut geplante, gut installierte und gut gewartete Lüftungsanlage wie im Dynahaus eine Lösung.

Könnte es sein, dass die öffentliche Sensibilität mit den immer feiner werdenden Messmethoden gestiegen ist und damit auch die allgemeine Verunsicherung?

Umgekehrt ist es richtig! Das Thema persönliche Gesundheit und das Wohlergehen der eigenen Familie ist ein Megatrend. Man schaue sich nur die Ernährungs- und Bewegungsdiskussion an. Immer mehr Menschen sind nicht mehr bereit, Einschränkungen und Belastungen durch Schadstoffe in ihrem Lebensraum hinzunehmen. Um den Quellen auf die Spur zu kommen, helfen hochentwickelte Analysetechniken. Zudem zeigen renommierte Studien, dass zunehmend Menschen in ihren Innenräumen an Schadstoffen erkranken.

Das Sentinel Haus Institut hat sich Wohngesundheit als Ziel gesetzt. Worin besteht Ihre Leistung?

Wir liefern zum Beispiel Bauunternehmen wie Krieger + Schramm alle Leistungen und Informationen, die zum Bau eines geprüft gesunden Eigenheims benötigt werden. Unser Institut schafft und sammelt Wissen dazu rund um das gesündere Bauen und Sanieren und dessen sichere Umsetzung auf der Baustelle. Dieses Wissen vermitteln wir an alle am Bauprozess Beteiligten – vom Baustoffhersteller über den Bauherrn bis zum Handwerker. Gerade die Umsetzung auf der Baustelle ist wichtig, damit die geplante Raumluftqualität nach der Fertigstellung auch eingehalten wird. Mein persönliches Anliegen ist zudem, dass Bewohner und Baufamilien einen rechtlichen Anspruch auf eine gute gesundheitliche Qualität ihrer Immobilie haben!

Wie profitiere ich als Bauherr von einer geprüft gesünderen Immobilie?

Zuallerst werden Sie den Unterschied riechen! Denn in einem nach unseren Kriterien gebauten Haus fehlt der typische Neubaugeruch. Denn was Sie normalerweise riechen, sind Schadstoffe aus Bauprodukten. Diese sind bei einer nach dem Sentinel Haus-Konzept gebauten oder sanierten Immobilie auf ein Minimum reduziert. Und zwar so weit, dass sie unter den strengen Empfehlungswerten des Umweltbundesamtes und der Weltgesundheitsorganisation WHO liegen. Die gute Luftqualität schützt Sie und Ihre Familie vor durch Emissionen aus Bauprodukten hervorgerufene Gesundheitsbeeinträchtigungen und Unwohlsein, wie gereizte Schleimhäute, Kopfschmerzen und Allergien. Denn Luft ist unser wichtigstes Lebensmittel.

"Krieger + Schramm gehört für mich zu den innovativsten Immobilienunternehmen in Deutschland. Das Thema Gesünderes Bauen und Wohnen wird hier in aller Konsequenz gedacht und gemacht. Mit der Zertifizierungsstufe Gold platziert sich Krieger + Schramm an der Spitze der Experten im Bereich der Wohngesundheit.“

Peter Bachmann
Geschäftsführer
Sentinel Haus Institut GmbH