Ein Gebäude wird nicht durch eine einzelne technische Maßnahme nachhaltig. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Planung, Materialauswahl, Energiebedarf, Gebäudetechnik, Nutzungsqualität und kontrollierter Ausführung.
Genau deshalb beginnt die QNG-Zertifizierung bereits in einer frühen Projektphase.
Von der nachhaltigen Planung zum geprüften Gebäude
Ein Gebäude wird nicht durch eine einzelne technische Maßnahme nachhaltig. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Planung, Materialauswahl, Energiebedarf, Gebäudetechnik, Nutzungsqualität und kontrollierter Ausführung.
Genau deshalb beginnt die QNG-Zertifizierung bereits in einer frühen Projektphase.
Schritt 1: Nachhaltigkeitsziele definieren
Zu Beginn wird festgelegt, nach welchem registrierten Bewertungssystem das Gebäude begleitet werden soll. Für Wohngebäude stehen beispielsweise Systeme von DGNB, BiRN, NaWoh und LNB_QNG zur Verfügung.
Auf dieser Grundlage werden die relevanten Kriterien, Nachweise und Zuständigkeiten definiert.
Schritt 2: Anforderungen in die Planung integrieren
Nachhaltigkeit muss bereits in Grundrisse, Konstruktion, Gebäudetechnik und Materialauswahl einfließen. Spätere Korrekturen sind häufig aufwendig oder wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll.
Geprüft werden unter anderem:
- Treibhausgasemissionen im Lebenszyklus,
- Energie- und Ressourcenverbrauch,
- Herkunft und Eigenschaften von Baustoffen,
- Schadstoffvermeidung,
- Barrierefreiheit,
- Komfort und Funktionalität,
- Folgekosten und langfristige Bewirtschaftung.
Schritt 3: Entscheidungen dokumentieren
Die Dokumentation ist ein zentraler Bestandteil des Verfahrens. Nicht allein die planerische Absicht zählt, sondern der belastbare Nachweis.
Materialfreigaben, Berechnungen, Produktinformationen, Planungsstände und Ausführungsnachweise müssen vollständig, nachvollziehbar und prüfbar vorliegen. Das Magazin beschreibt diesen Anspruch als wesentlichen Unterschied zwischen einer geplanten und einer tatsächlich nachgewiesenen Gebäudequalität.
Schritt 4: Unabhängige Prüfung
Die eingereichten Unterlagen werden durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle geprüft. Sie kontrolliert, ob die Anforderungen des Bewertungssystems und die zusätzlichen QNG-Kriterien erfüllt wurden.
Das Bundesbauministerium nimmt die operative Prüfung nicht selbst vor. Diese Aufgabe übernehmen die akkreditierten Stellen, die wiederum durch die Deutsche Akkreditierungsstelle überwacht werden.
Schritt 5: Zertifikat nach erfolgreichem Abschluss
Erst wenn die geforderten Qualitäten vollständig nachgewiesen und bestätigt wurden, kann das QNG-Siegel vergeben werden. Bis dahin befindet sich das Projekt im Zertifizierungsprozess.
Für Käufer schafft dieses Verfahren einen wichtigen Mehrwert: Nachhaltigkeits- und Qualitätsaussagen werden nicht nur kommuniziert, sondern anhand eines strukturierten Systems überprüft.
Erfahren Sie, welche Neubauprojekte von Krieger + Schramm aktuell im QNG-Zertifizierungsprozess sind: Aktuelle Projekte
Mehr zu diesem Thema finden Sie in der aktuellen Ausgabe unseres K+S Magazin