15.04.2014

7. K+S Bautagung

Megatrend Demografie - Herausforderungen und Lösungen


- Schauen Sie sich hier die Impressionen der Bautagung an -

Der demografische Wandel - viel diskutiert und in vielen Branchen ein Thema der Zukunft. Auch in der Baubranche kommt kein Architekt, Planer oder Bauunternehmen an der Frage nach den Auswirkungen und Herausforderungen daran vorbei. Auch die diesjährige Krieger + Schramm Bautagung stand unter dem Thema. 40 Architekten, Mitarbeiter von Krieger + Schramm sowie Planer und Fachingenieure hatten am 28.3.2014 im historischen Ambiente der Villa Rothschild in Königstein/Taunus die Chance mehr über die Herausforderungen und Lösungen des Megatrends Demografie zu erfahren.

Der erste von vier Referenten, Marcus Sauer von der GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik, beschrieb den demografischen Wandel und seine Auswirkungen auf das Bauen und Wohnen. Es wurde aufgezeigt, wie vielschichtig der Kunde der "Generation 50plus" heute sein kann. Neben einem kurzen Überblick über relevante Normen und Richtlinien, wurde der regulatorische Rahmen in Relation zur Realität gesetzt. Die Teilnehmer erhielten zahlreiche Bild-Beispiele aus der Praxis.

Olaf Thies von der Firma GEZE baute auf den Ausführungen von Herrn Sauer auf und stellte die Herausforderungen bei der Planung von Türen und Zutrittssystemen vor, ohne dass es beim Brandschutz, Fluchtwegsicherung, Barrierefreiheit und Zutrittskontrollen zu Konflikten kommt. Er hob besonders hervor, dass Barrierefreiheit nicht immer nur für die ältere Generation interessant und nützlich ist. Das Thema Komfort und Funktionalität tritt immer mehr in den Vordergrund. Weiterhin versucht man vermehrt schon in der Planung die entsprechenden Voraussetzungen für verschiedene Komponenten des altersgerechten Wohnens zu schaffen.

Nach einem stärkenden Mittagessen bei herrlichen Sonnenschein ging es weiter mit dem zweiten Teil der Vorträge.

Nicht nur die Planung von Gebäuden, sondern auch die Stadtentwicklung werden durch den demografischen Wandel vor neue Herausforderungen gestellt. Durch den immer stärker werdenden Zuzug der Generation 50plus in die Stadtzentren ist es erforderlich, dass zukünftige Planungen nicht mehr auf ein einzelnes Gebäude beschränkt sind. Das gesamte Umfeld muss einbezogen werden- Manuel Lindauer von der Technischen Universität München stellte die Projekte, Studien und Ergebnisse der Arbeit der TU München in seinem Vortrag "Vom intelligenten Gebäude zur nachhaltigen Stadtentwicklung" vor. Gemeinsam mit Dynahaus, dem Tochterunternehmen von Krieger + Schramm, entwickelt die TU ein Energie-Speicher-Plus-Haus, mit dem all die vorgestellten Herausforderungen und Lösungsansätze umsetzen soll.

Dem Thema Energieversorgung für Gebäude widmete sich auch Stephan Schlitzberger vom Ingenieurbüro Prof. Dr. Hauser GmbH. Er stellte anschaulich die Verbindung von energieoptimierten Gebäuden, wie z.B. Passivhaus, Sonnenhaus oder Ernergie-Speicher-Plus-Haus, und Elektromobilität her. Besonders die innovativen Speicherkomponenten und die intelligente Kommunikation zwischen den einzelnen Energieverbrauchern, die sicherstellt, dass die Energie dann effizient verbraucht, wenn Sie verfügbar ist. Den ersten Einsatz wird das System in Lohfelden und Halbergmoos/München finden - hier werden ein Musterhaus und ein Objekt zur Weiterentwicklung, gemeinsam mit der TU München und Dynahaus, und zur Forschung entstehen.

Der interessante und angenehme Seminartag fand dann einen Abschluss mit Kaffee, Kuchen und interessanten Gesprächen. Im Anschluss kam es dann zur feierlichen Preisverleihung des DMK Award für nachhaltiges Bauen Hessen + Thüringen. Mit Spannung erwarteten hier die Gäste und Teilnehmer die Entscheidung der Jury. Nach einigen Grußworten von Matthias Krieger, Ulrich Caspar (Hessischer Landtagsabgeordneter) und Caroline Arnold (Juryvorsitzende) kam es dann zur Vorstellung der Preisträger. Über jeweils 2.000 Euro freuten sich die ADOBE Architekten aus Erfurt in der Kategorie Einfamilienhäuser/Reihenhäuser/Doppelhäuser mit einem Passivhaus (plus) am Hang in Nordhausen. Die Kategorie Mehrfamilienhäuser konnten die Baufrösche Architekten und Stadtplaner aus Kassel für sich entscheiden. Das Mutter-Kind-Haus in Frankfurt überzeugte vor allem durch die Verbindung von Komfort, Funktionalität und soziokultureller Qualität. Freitag Hartmann und Sinz Architekten aus Berlin errangen in der Kategorie öffentliche/gewerbliche Objekte den ersten Platz. Mit dem Neubau des Verwaltungsgebäudes der Firma Wagner & Co. Solartechnik überzeugten die Architekten nicht nur durch die kreisrunde Form, sondern durch das gesamte, sehr gut durchdachte Konzept der Nachhaltigkeit und Energienutzung.

Im Anschluss an die Preisverleihung war es dann Zeit für das 2-Stern-Dinner in lockerer und amüsanter Atmosphäre - ein schöner Abschluss des Tages. Ein Dankeschön gilt allen Gästen und Beteiligten.

Auch im nächsten Jahr wird es den DMK Award für nachhaltiges Bauen geben. Die Bewerbungsphase beginnt im Herbst.

"Neben äußerst professionellen Vorträgen, interessanter Referenten ist diese Bautagung
auch immer ein gutes Forum des Austausch mit professionellen Kollegen." - Prof. Alexa Hartig, Earlybirds Architekten


"Es gibt dabei nicht nur interessante Vorträge zu aktuellen Themen, sondern auch ein exzellentes Netzwerk an Teilnehmern / Entscheidern verbunden mit dem exklusivem Ambiente der Villa Rothschild !" - Anton Hartl, HA HessenAgentur


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